Wohnen in Ebnet
(von Beate Schramm)
Im September lud der SPD-Ortsverein Freiburg Ost zu einem abendlichen „Baustellenbesuch“ mit dem Stadtrat Walter Krögner, Ortsvorsteherin Gabi Hoferichter und dem Leiter des Projekts der Freiburger Stadtbau (FSB) im Bereich Hornbühl Ost, Thomas Haustein.
Am Treffpunkt alter Sportplatz wurde vielfach der Wunsch geäußert, dass es, wie in Hornbühl Ost, auch auf dem freien Grundstück im Norden neben der Dreisamhalle bald mit dem vorgesehenen geförderten Mietwohnungsbau, idealerweise durch die FSB in ökologischer Holzbauweise, vorangeht.
Thomas Haustein erläuterte danach vor Ort das bereits im Bau befindliche Projekt der FSB an der Schwarzwaldstraße im Bereich Hornbühl-Ost. Dieses Projekt zeichnet sich nicht nur durch hohe ökologische Standards aus. Die auf 2000 m² Wohnfläche entstehenden 24 öffentlich geförderten Mietwohnungen in drei Neubauten werden insbesondere für Familien mit Kindern bezahlbaren Wohnraum schaffen und voraussichtlich Ende 2026 bezugsfertig sein.
Mit Ausnahme der Tiefgarage, Balkone und Laubengänge wird das Projekt mit zertifizierten Hölzern - möglichst aus heimischen Wäldern - nach Energie-Effizienz-Standard 55 umgesetzt. Dazu werden Photovoltaikanlagen auf den Dächern und die Wärmeversorgung über Wärmepumpe beitragen. Die Barrierefreiheit aller Wohnungen sowohl im vierstöckigen als auch in den beiden dreistöckigen Gebäuden ist ein weiteres Ziel. Über außenliegende Treppenhäuser und Aufzüge und die geplanten Laubengänge soll dies möglichst kostengünstig verwirklicht werden. Die Balkonanlagen und Laubengänge sollen begrünt und im Innenhof Möglichkeiten zum Gärtnern über Hochbeete geschaffen werden.
Aus der Runde der Besucher kam u.a. die Frage, ob die Holzbauweise besonderer Brandschutzmaßnahmen bedarf. Thomas Haustein stellte dar, dass die sachgerechte Planung und Verbauung der Hölzer gegenüber klassischen Baumaterialien kein erhöhtes Brandrisiko birgt.
Zur Frage nach dem voraussichtlichen Mietpreis nannte Thomas Haustein das Ziel, einen Quadratmeterpreis von 10 € nicht zu überschreiten. Dies entspricht dem Ziel der Stadt Freiburg, nach dem der Preis geförderter Mietwohnungen 30% unter der über Mietspiegel erhobenen Durchschnittsmiete liegen sollte. Wesentlich für die Realisierung dieses und weiterer entsprechender Projekte sind auch weiterhin Zuschüsse von Bund und Land.
Die Belegung der Wohnungen wird über die Stadt an Personen bzw. Familien mit Wohnberechtigungsschein erfolgen. Vier der Wohnungen sind nach wie vor als Baustein des städtischen Projekts „Einfach.Gemeinsam.Wohnen“ für Familien mit Fluchthintergrund vorgesehen.
Gemeinderat Walter Krögner bedankte sich mit einem kleinen Präsent herzlich bei Thomas Haustein für die ausführlichen Informationen. Ortsvorsteherin Gabi Hoferichter und alle Anwesenden schlossen sich diesem Dank gerne an.