Historische Gebäude in Ebnet
(von Guido Büssemeier)
Begeistert und fasziniert waren die Gäste im Schloss Ebnet, die von Schlossherrin Juliane van Manen am 19. März eingeladen waren, um über die Arbeit und das Ergebnis des ersten Abschnitts (Dach und Fassade) der Schloss-Sanierung einen Eindruck zu bekommen. (Im inzwischen begonnenen zweiten Abschnitt werden die Deckengemälde sowie die Stuckdecken restauriert.)
Spannend und eindrücklich schilderten Bauleiter Walter Bäuerle (Wössner & Lechler Bauprojekte) und die restauratorische Fachbauleiterin Maria Grünbaum (Grether Restauratoren) die aufwändigen Arbeiten, die in nahezu drei Jahren bewältigt wurden. Mit kaum noch bekannten Techniken wurde z. B. das an manchen Stellen völlig verfaulte Gebälk des Dachstuhls instandgesetzt. Auf Fotos, die alle Vorgänge dokumentieren, sah dies manchmal geradezu abenteuerlich aus. Am Ende des Besuchs ging die ganze Gesellschaft ins Dachgeschoss des Schlosses, wo die Ergebnisse an noch unverputzten Stellen bestaunt werden konnten.
Auf den ersten Blick von außen ist auffällig, dass die neu aufgetragene Fassadenfarbe deutlich heller ist als die bisherige. Im Laufe der Arbeiten war noch vorhandener Originalputz gefunden worden, der zeigte, dass die neue Farbgebung dem Original nahekommt. Zudem sind die Fensterläden abmontiert worden, auch dies ein Ergebnis von Untersuchungen, nach denen es höchst wahrscheinlich ist, dass Schloss Ebnet ursprünglich keine Läden hatte.
Von den beiden Fachleuten wurde abschließend erwähnt, dass Schloss Ebnet noch einen besonders hohen Anteil originalen Materials in seiner Substanz hat, was im hiesigen Raum ein Alleinstellungsmerkmal und für den Denkmalschutz einen hohen Wert darstellt.
Mit Schloss Ebnet steht also nicht nur ein sehr schönes, sondern auch ein ganz besonderes Schmuckstück in unserer Ortschaft.