Unsere Themen

Ergebnisse der Bürgerbefragung

Im Jahr 2021 hat der Ortschaftsrat eine groß angelegte Umfrage durchgeführt und die Bürgerinnen und Bürger um ihre Meinung zu verschiedenen Themen in Ebnet gebeten.

Hohe Zufriedenheit

In vielen Bereichen herrscht eine hohe Zufriedenheit, z.B. was kulturelles Leben, Brauchtum und Veranstaltungen oder die Atmosphäre im Ortsteil angeht. 

Verbesserungsbedarf

sahen viele Menschen in den Bereichen einer frei zugänglichen Sportanlage und hinsichtlich der Nahversorgung. 

  • Das „Bewegungsdreieck“ neben dem Sportplatz konnte 2023 eröffnet werden und wird sehr gut angenommen.
  • Dank dem großen Einsatz von Ortsvorsteherin und Forum-Mitglied Beate Schramm gelang eine Wiedereröffnung der Poststelle.
  • Unser Einsatz für die Schaffung von Gewerberäumen auf dem früheren Tankstellengelände war wichtig als Voraussetzung für ein neues Gastronomie- und Einkaufsangebot.

Große Einigkeit

besteht in dem Wunsch, das Landschaftsbild und die landwirtschaftlich genutzten Flächen zu erhalten. Besonders hoch war die Zustimmung zum Punkt „Schutz von Flora und Fauna“. Dies war 96 Prozent der Befragten ein wichtiges Anliegen und wird für Forum Ebnet bei kommenden Planungen einen hohen Stellenwert haben!

Ortsentwicklung

Seit 2002 ist Ebnet um 1/3 auf ca. 3.000 Einwohner*innen gewachsen. Umgeben von hochwertigen Schutzgebieten und landwirtschaftlich wichtigen Flächen verfügt Ebnet über wenige Flächenreserven für die Zukunft, mit denen äußerst sparsam umgegangen werden muss.

Es ist uns weiterhin ein wichtiges Anliegen, in Ebnet Wohnraum für Familien und Menschen mit kleinem bis mittleren Einkommen zu berücksichtigen. 

  • Dafür hatten wir uns bereits hinsichtlich der neuen Baugebiete „Alter Sportplatz“ und „Hornbühl-Ost“, wo demnächst ein Projekt der Stadtbau umgesetzt wird, erfolgreich eingesetzt.

Ortsentwicklung und Infrastrukturentwicklung müssen Hand in Hand gehen. 

  • Seit 2015 engagierten wir uns für eine Erweiterung der Feyel-Grundschule, die nun verwirklicht wurde.

Natur und Umwelt 

Ebnets Wohnqualität beruht ganz wesentlich auf der besonders artenreichen Natur- und Kulturlandschaft im Dreisamtal. Diese zu erhalten ist uns ein wichtiges Anliegen. Hier verstehen wir das Ergebnis der Befragung auch als klaren Auftrag: über 75 Prozent der Bürger sehen das genauso. Die Wiesen und Felder sind zudem Wirtschaftsgrundlage für die örtlichen Landwirte und müssen auch aus diesem Grund vor weiterer Zersiedelung geschützt werden!

Als Folge des Klimawandels treten immer häufiger Dürren und Hitzewellen auf. Der Grundwasserspiegel im Dreisamtal sinkt, die Dreisam führt zeitweise extremes Niedrigwasser und der Eschbach versiegt immer häufiger und länger. Wir drängen gegenüber der Stadt weiter auf Klärung und geeignete Maßnahmen, die dieser Entwicklung wirksam entgegentreten.

Forum Ebnet setzt sich für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen, Maßnahmen zur Verminderung der Lichtverschmutzung und die naturnahe und insektenfreundliche Gestaltung öffentlicher Grünflächen ein.

Verkehrspolitik

Ebnet sehen wir vor allem als Lebensraum und nicht als Durchfahrtsort. Der Verkehr auf der Schwarzwaldstraße wird zunehmend unübersichtlicher und gefährlicher. Besonders wichtig sind uns sichere Wege für Kita- und Schulkinder, ebenso für unsere älteren Mitmenschen.

In einer vom Regionalverband Südlicher Oberrhein in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie wird ein Radschnellweg Freiburg-Kirchzarten vorgeschlagen, der als bevorzugte Trasse die Schwarzwaldstraße durch Ebnet ausweist.

Regionalverband

In Baden-Württemberg gibt es zwölf Regionalverbände. Sie wurden 1973 im Zuge einer großen Verwaltungsreform eigeführt. Ihre zentrale Aufgabe ist die Umsetzung der Regionalplanung nach dem Landesplanungsgesetz. Sie werden deshalb auch Planungsgemeinschaften genannt. Damit sind Aufgaben der regionalen Raumplanung erfasst, die Gemeindegrenzen und auch die Grenzen von Landkreisen überschreiten.

Die Regionalverbände sind eine Art Bindeglied zwischen dem Land und den Kommunen. Sie sind keine klassischen Mittelbehörden der Landesverwaltung, sondern stehen außerhalb der klassischen Verwaltungshierarchie des Landes. Dennoch bilden sie eine Ebene zwischen den Stadt- und Landkreisen einerseits und der Landesverwaltung andererseits.

Quelle: https://www.landeskunde-baden-wuerttemberg.de/regionalverbaende

  • Die Interessen Ebnets wurden bei dieser Planung bislang nicht ausreichend berücksichtigt.
  • Den anstehenden Planungsprozess wollen wir als Chance nutzen, den Wunsch vieler Bürger*innen nach einer Verkehrsberuhigung der Schwarzwaldstraße zu realisieren.
  • Wir engagieren uns seit Langem dafür, dass der Durchfahrtstraßencharakter durch optische und bauliche Maßnahmen durchbrochen wird.
  • Wir werden uns dafür einsetzen, dass auch unter Berücksichtigung eines ungehinderten Verkehrsflusses der Straßenbereich als Raum mit gleichberechtigten Flächen für Fußgänger, Radfahrer, Bus und PKW gestaltet und die Sicherheit auch für die schwächsten Verkehrsteilnehmer berücksichtigt wird!

Kultur und Freizeit

Die zahlreichen Ebneter Vereine bieten ein großes Spektrum: Sport, Musik, Theater, Brauchtumspflege. Wir unterstützen die Vereine in ihrem großen ehrenamtlichen Engagement sehr gerne, denn diese sind ein zentraler Faktor für ein lebendiges Miteinander und die Identität unseres Ortes.

Wir setzen uns darüber hinaus auch mit den Wünschen der älteren Generation auseinander, z.B. nach einem Boule-Platz im Ortsbereich. Die Anstrengungen, dafür eine geeignete Fläche zu finden, führen wir fort.

Öffentlicher Nahverkehr

Carsharing und das Leihfahrradsystem Frelo werden in Ebnet sehr gut angenommen und sollen weiter ausgebaut werden.

Forum Ebnet tritt seit Jahren für eine Optimierung des Nahverkehrsangebots in Ebnet ein. Eine Verlängerung des regulären Busverkehrs bis ca. 21 Uhr konnten wir erreichen. Bei den anderen Zielen, wie z.B. einem 15-Minuten-Takt, verweist die VAG bisher auf wirtschaftliche Aspekte und eine zu geringe Auslastung. Wir sind der Meinung: Ein gutes Angebot wird auch genutzt. Ein kundengerechter öffentlicher Nahverkehr ist kein Luxus. Wir werden weiterhin einfordern, dass bei Streckenplanung und Haltestellen der Bedarf, Sicherheitsaspekte und Barrierefreiheit beachtet werden. Herzlichen Dank an Beate Schramm, die sich als Ortsvorsteherin erfolgreich für den Erhalt der SBG-Linie 221, die Verbindung ins Dreisamtal einsetzte, die u.a. für den Schülerverkehr nach Stegen unerlässlich ist.

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